Island 2022

Eine Insel aus Feuer und Eis. Diese Natur-Vielfalt, welche auf einer Insel vereint ist hat uns sehr neugierig gemacht. Bestätigt wurde das Reiseziel durch die Chance auch Nordlichter idealweise zu dieser Jahreszeit zu sehen.

Tag 01 – Donnerstag (20.10.)

Nach einem langen Reisetag mit Auto, Zug und Flugzeug sind wird endlich auf Island angekommen. Per Shuttle wurden wir zum Mietwagenverleih gebracht und nach einem Upgrade unseres Fahrzeugs inkl. Winterreifen mit Spikes hat die Fahrt nach Reykjavik begonnen. Der erste Eindruck war einfach nur eine steinige und karge Landschaft. In Reykjavik haben wir mit einem kleinen Spaziergang die Gegend erkundet und sind natürlich zur Hallgrímskirkja dabei gelaufen.

Tag 02 – Freitag (21.10.)

Die 2h Zeitversatz habe ich innerlich noch nicht justiert und bin morgens um kurz nach 5:00 auf eigene Faust zur Straßenfotografie los. Zu dieser Zeit hat die Gegend nur mir und meiner Kamera gehört. Etwas später wurde es lebendiger und die ersten Sportler waren unterwegs.
Nach dem Frühstück sind wir in den Golden Circle gestartet, was wohl die beliebteste 1-Tagestour von Reykjavik aus ist. Wir sind gegen den Uhrzeigersinn gefahren und haben am Anfang ein geothermales Kraftwerk passiert.


Diese Stopps haben wir beim Golden Circle eingelegt:

  • Kerið
    • Ein ehemaliger Vulkan der ehemals wojl kollabiert statt explodiert ist und nun einen See beheimatet
  • Gullfoss
    • Er ist ein sehr breiter und beeindruckender Wasserfall in einer schönen Landschaft
  • Geysir Strokkur
    • Ein regelmäßiger Ausbruch ist erlebbar (1x < 10Min.)
  • Þingvellir Nationalpark
    • Hier treffen die nordamerikanische und eurasische Kontinentalplatten aufeinander

Im Anschluss sind wir direkt zur Halbinsel Snaefellsnes gefahren. Kurz bevor wir zu Bett gegangen sind haben die diversen Plattformen zum Thema Aurora Borealis eine gute Prognose zur Sichtung vorhergesagt. Um 22:30 war es soweit und ich konnte Anne wecken nachdem ich die ersten Nordlichter erspäht habe. Wir waren beide ganz aufgeregt und haben uns schnell warm angezogen und die Kamerautensilien zusammengepackt. Zum Glück hatte Anne sich davor schon zum Thema Kameraeinstellung schlauch gemacht, sonst wäre bei mir nur schwarz auf schwarz rausgekommen.


Meine Aurora Borealis Kamera-Einstellung:

  • M-Modus
  • Blende ganz auf offen -> 2,8
  • Belichtungsdauer varriert -> 8 bis 30 Sek.
  • ISO 1600
  • Verzögerte Auslösung aktiviert -> 2 Sek.

Tag 03 – Samstag (22.10.)

Nach einem aufregenden Nacht-Fotoshooting sind wir gemütlich in den Tag gestartet. Auf der Halbinsel sind wir entlang der Küste gefahren und sind bei einem Lavafeld und der Schlucht Rauðfeldsgjá geblieben. Danach haben wir eine Spritztour auf einer F-Straße entlang der Sönghellir Cave gemacht um dem Gletscher etwas näher zu kommen. In Hellnar haben wir einen gemütlichen Spaziergang auf dem Küstenwanderweg gemacht. Auf dem Rückweg haben wir eine leckere Fischsuppe und Quiche in Helnar uns schmecken lassen. Danach gab es noch weitere Stopps, wie beim schwarzen Strand Djúpalónssandur, am Wasserfall Kirkjufellsfoss und dem Berg Kirkjufell. Auf der Rückfahrt in die Unterkunft waren wir auch noch in dem Örtchen Stykkishólmur gewesen.

Tag 04 – Sonntag (23.10.)

Heute haben wir unsere Rundreise in die Ringstraße gestartet. Um die Ecke unserer Unterkunft gibt es wohl laut Reiseführer die Möglichkeit Robben zu sichten. Natürlich sind wir gleich hin, aber wir haben nur Wellen, einen kalten Wind, Felsen und Schafe vorgefunden. Über die 54 und 59, welche eher Schotterstraßen sind, sind wir einsam und idyllisch in Richtung der Hauptstraße 1 gefahren. Einen weiteren Abstecher entlang der Küste haben wir auf der Halbinsel Vatnsnes gemacht. Am Aussichtspunkt Hvítserkur haben wir den Basaltfelsen und die Landschaft betrachtet. Am frühen Nachmittag sind wir in Hofsstaðir angekommen und haben Zeit um Unterkunft und Ausblick zu genießen. Nach dem Abendessen wurden wir wieder mit Nordlichtern überrascht.

Tag 05 – Montag (24.10.)

Unser heutiges Ziel ist die Stadt Akureyri. Auf dem Weg haben wir einen sportlichen Abstecher im wohltemperierten Freibad Hofsós gemacht. Es ist wirklich eine tolle Einrichtung mit genialer Aussicht. Die gebirgige Halbinsel Tröllaskagi sind wir dann weitergefahren bis nach Akureyri. Der Ort wurde durch unseren Reiseführer so beschrieben, dass wir an einen wirklich hippen Ort dachten – wir wurden eines Besseren belehrt und haben durch unseren kurzen Aufenthalt nichts verpasst. Den Tag haben wir mit dem Wasserfall Goðafoss in der Abenddämmerung beendet.

Tag 06 – Dienstag (25.10.)

Der heutige Weiterfahrt hat eine Vielzahl von Stopps beinhaltet:

  • Skútustaðagígar
    • Pseudokrater, die durch einen Lavastrom entstanden sind
  • Dimmuburgir
    • Lavafeld, welches zu ruhigen und entspannten Spaziergängen einlädt
  • Hverfjall
    • Vulkankrater
  • Grjótagjá
    • Unterirdische Höhle mit einem See
  • Hverir
    • Dampf- und Schlammquellen mit einem unangenehmen Geruch wegen dem Schwefelgas
  • Mývatn Naturbad
    • Geothermales Bad
    • Den Geruch muss man mögen oder akzeptieren – wir sind keine Fans

Tag 07 – Mittwoch (26.10.)

Alte Wegmarkierungen (gestapelte Steinhügel) haben uns am Anfang entlang der Strecke immer mal wiederbegleitet. In dem kalten Gebiet war der erste Halt der Wasserfall Dettifoss und wir durften durch Schnee hinstapfen. Er ist einer der größten Wasserfälle Europas (Fokus auf die Wassermenge). Wir konnten uns nicht lange dort aufhalten, da es durch die sehr feuchte Luft und kalte Temperatur sehr unangenehm für Sightseeing war. Nach einer gewissen Fahrtzeit und einer Wanderung sind wir beim beeindruckenden Stuðlagil Canyon angekommen. Er hat einen beeindruckenden Anblick dank der sechseckigen Basaltsäulen. Unser Übernachtungsort Seyðisfjörður ist ein kleines Örtchen mit schönen Häuschen.

Tag 08 – Donnerstag (27.10.)

Die 1 führt uns vom Osten in den Südosten und ein Teil ist eine Panoramastrecke im Reiseführer hervorgehoben. Es ist eine tolle Strecke entlang der Küste – auf einer Seite das Meer und auf der anderen Seite auf die weißen Gipfel. Wir haben wieder an einem feinen schwarzen Stand (Vestrahorn) gestoppt. Danach am Gletschersee Jökulsárlón auf dem Eisberge treiben und am Diamond Beach an dem sie später angespült werden.

Tag 09 – Freitag (28.10.)

Nun steht unser Modus auf Abenteuer. Wir starten die gebuchte Eishöhlentour mit einem Super-Jeep. Der fährt problemlos über fast jede steinige Strecke. Nach einem kurzen Spaziergang zum Rand des Gletschers sind wir in die Eishöhle hinabgestiegen. Es war ein sehr beindruckender Einblick in diese Welt unterhalb des Gletscherrandes. Somit blieb uns noch genug Zeit für einen gemütlichen Nachmittag zum Erholen und einem erneuten Besuch am Diamond Beach. Abends haben wir nochmals Glück mit den Vorhersagen für die Nordlichter gehabt und sind dafür extra zum Gletschersee gefahren als wir sie am Himmel erblickt haben.

Tag 10 – Samstag (29.10.)

Ein grauer und Wolkenbedeckter Himmel war genau die richtige Bestätigung langsam und gemütlich in den Tag zu starten. Nach einem ausgedehnten Frühstück ging unsere Reise weiter. Erster Halt entlang der 1 war im Skaftafell Nationalpark der Svartifoss Wasserfall. Dort haben wir auch einen sehr leckeren Snack an einer Imbissbude uns schmecken lassen. Danach ging es weiter nach Süden entlang der beeindruckenden Felswand Lómagnúpur. Die Landschaft wurde von Kilometer zu Kilometer immer grüner. Moos war der Grund dafür und hat der Landschaft eine ganz andere Atmosphäre verschaff. Einen weiteren tollen Blick ermöglichte uns der Spaziergang entlang des Canyon Fjaðrárgljúfur. In Summe hatten wir Glück, dass immer wieder die Sonne rauskam sobald wir uns draußen aufgehalten haben und es während der Fahrt etwas regnete. In Vik haben wir einige ruhige Minuten im Hotel verbracht bevor es weiter zur Icelandic Lava Show ging. Hier wurde in einem Heizkessel aus Basaltsand Lava bei 1100°C hergestellt um dieses Naturphänomen besser erklären zu kennen – für uns war das ein spannender und interessanter Einblick.

Tag 11 – Sonntag (30.10.)

Am dunklen regnerischen Morgen ging es an den schwarzen Strand Reynisfjara. Als wir den Stand entlang gelaufen sind hat uns eine Robbe begleitet, welche immer wieder aus dem Meer geschaut hat. In Skógar haben wir um die Ecke vom Heimatmuseum den Wasserfall Kvernufoss besichtigt. Ein einsamer versteckter Wasserfall den wir fast für uns alleine hatten. Nach einer kurzen Pause im Auto zum Aufwärmen sind wir zu dem größeren Wasserfall Skógafoss gegangen, der fast gleich nebenan liegt. Hier war es vorbei mit der Ruhe und der übersichtlichen Anzahl von Besuchern. Etwas später haben wir nach einem Snack in Hvolsvöllur zu uns genommen und haben unsere Unterkunft angefahren um etwas zu entspannen.

Tag 12 – Montag (31.10.)

So startet ein gemütlicher Tag im Urlaub – aufstehen, wenn einem danach ist und ein ausgedehntes Frühstück ohne Hektik. Heute stehen einige diverse Wasserfälle (Gljúfrabúi, Seljalandsfoss, Sauðafoss und Gluggafoss) in unserem Umkreis auf unserem Plan und natürlich dabei etwas Bewegung in der schönen Landschaft.  Die ersten beide waren sehr stark frequentiert und die beiden anderen genau das Gegenteil. Später sind wir noch auf einsamen Straßen in der Nähe in der Nähe des Meers rumgefahren und haben einen kleinen Stopp am Fährhafen gemacht um einen direkten Blick auf die vorgelagerten Inseln zu haben. Abends haben wir aus dem Hotelfenster sogar wieder Nordlichter gesehen.

Tag 13 – Dienstag (01.11.)

Vor dem Frühstück sind wir nochmals zu den beiden überfüllten Wasserfällen vom Vortag gefahren und waren fast alleine – ich sag nur „early bird“. Nach dem Frühstück ging es geradewegs mit der 1 nach Reykjavik. Bei einem Spaziergang hatten wir 3 klare Ziele, einmal die Grandi Mathöll Food Hall, das Art Museum am Hafen und die Stadt per Fuß. Abends sind wir um die Ecke vom Hotel in die Food Hall Hlemmur Mathöll und waren sehr glücklich über diese gefundene Örtlichkeit.

Tag 14 – Mittwoch (02.11.)

Heute Morgen um ca. 06:00 hatte ich die Gegend wieder alleine für mich und habe nochmals meine persönliche Straßenfotografie gemacht. Später haben wir noch die beiden anderen Locations des Art Museums besucht und sind hoch auf den Turm der Kirche Hallgrímskirkja um den Blick über Reykjavik schweifen zu lassen.
Final haben wir auf der Halbinsel Reykjanesskagi noch einige Stopps eingelegt, wie der Aussichtspunkt Brimketill, Leuchtturm Reykjanestá und die anliegende Küste und eine kleine Brücke über die Kontinentalplatten.

Tag 15 – Donnerstag (03.11.)

Dieser Tag hatte einen reinen Fokus und dieser war die Rückreise. Dank dem Airporthotel war der Abflug um 07:30 und die erforderlichen vorherigen Schritte einigermaßen erträglich.

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