Deutsche Alpenstraße 2020

Anne hat Ideen gesammelt, wo wir unsere erste freie Woche in diesem Jahr und während der Corona-Phase mit allen Vorgaben und Einschränkungen verbringen konnten. Nach kurzem hin und her kam sie schnell auf die Deutsche Alpenstraße. Weitere Informationen für die Tour haben wir über die offizielle Homepage der Deutschen Alpenstraße, das Internet und tolle Impulse aus den Eskapaden-Büchern gesammelt. Wir haben uns schon sehr darauf gefreut unseren Bus das erste Mal richtig über einen längeren Zeitraum zu nutzen.

Tag 01 – Samstag

Unser Startpunkt begann am Bodensee bei Anne`s Eltern und statt direkt nach Lindau zum Beginn der Strecke zu fahren – hat uns der der Weg zuerst nach Wolfurt geführt. Hier hat Anne sich noch mit Wanderschuhen beim Schuh Sport Schertler eingedeckt.
Nach einer tollen Beratung und einem erfolgreichen Einkauf haben wir uns in Richtung Alpenstraße aufgetan. Die Strecke startete mit schönen landschaftlichen Blicken an einem wunderschönen Sommertag. Unser nächstes Ziel war die Sennerei in Hopfen, um uns mit Käse für die Fahrt einzudecken, leider haben wir die Öffnungszeiten um knapp 15 Min. verpasst – da haben wir uns echt geärgert, da der Käse sau lecker ist. Vorbei an Oberstaufen und Sonthofen ging es entlang der Alpenstraße zu unserem ersten Ziel – Oberstdorf. Käse und weitere Leckereien haben wir dann bei der Fahrt spontan in der Bergbauern-Sennerei Hüttenberg gekauft. Es war dann auch schon Zeit uns in der Gegend nach einem Stellplatz für die erste Nacht Ausschau zu halten. Wir sind mehrere Möglichkeiten abgefahren (Lift in Ofterschwang & Riedbergpass) und haben uns letztendlich für den Parkplatz an der Hörnerbahn in Bolsterlang entschieden. Hier gab es die schöne Aussicht. Wir konnten die Übernachtung sogar mit 5€ offiziell machen. Bei der Suche eines Stellplatzes habe wir auch eine Miniwanderung and die Alpe Schöneberg vorgenommen und uns mit einer Brotzeit unterhalb der Berge gestärkt. Beim platzieren unseres Fahrzeugs wurde es schon ersichtlich, dass das Wetter wechselt und graue Wolken aufziehen.

💤 Übernachtungsplatz (what3words): ///abzugrenzen.trinkt.anpreisen

Tag 02 – Sonntag

Wir haben wunderbar geschlafen und sind mit einem gemütlichen Frühstück mit Spiegeleiern, Käse und frischen Erdbeeren in den Tag gestartet. Letzten Abend kamen nicht nur Wolken sondern auch Regen, der ab diesem Zeitpunkt ein treuer Begleiter unserer Reise war. Unser erstes Vorhaben mit passender Kleidung war an diesem Tag die Breitachklamm, die einfach nur beeindruckend war und und durch das Wetter wirklich viel Wasser durch sie floss. Die Schlucht ist die tiefste Schlucht Europas und einfach nur beeindruckend. Danach ging es zurück auf die Deutsche Alpenstraße bei Sonthofen in Richtung Füssen. Zwischendrin haben wir uns Kuchen in Nesselwang gekauft als kleine süße Stärkung Zwischendurch. In Füssen wollten wir das erste Mal die Stellplatzmöglichkeit aus dem Buch Landvergnügen gönnen/ausprobieren – hier haben wir uns ehrlich gesagt nicht ganz Willkommen gefühlt und uns zu späterer Stunde noch unentschieden. Zum Abendessen gingen wir ins Hotel Eggensberger in Hopfen und haben uns ein 4-Gänge Bio-Menü schmecken lassen. Es war wirklich ein Genuss, auch wenn etwas salzarm und das alkoholfreie Dinkel-Radler von Riedeberger war top. Wir haben uns danach spontan für einen Stellplatz am Hopfensee entschieden, er war schön abgelegen und morgens fuhr die Bahn durchs Wohnzimmer.

💤 Übernachtungsplatz (what3words): ///geiger.haltestelle.gebaute

Tag 03 – Montag

Auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel Füssen haben wir uns entlang des Wegs wieder mit Käse von der Sennerei Lehern in Hopferau eingedeckt. In Füssen sind wir mit einem gemütlichen Frühstück im Bio Café Baumgarten gestartet und gestärkt, bevor wir bei anhaltendem Regenwetter ins FOC (Füssen OutletCenter) zum Shoppen gegangen sind. Nach einem Mittagsessen im gut bürgerlichen Restaurant der morgendlichen Sennerei haben wir etwas am Foggensee (Parkplatz in Osterreinen – Nähe Campingplatz) im Bus gechillt. Das Wetter hat sich nicht wirklich verbessert, dennoch haben wir uns die Eskapade #13 eine Wanderung um Schloss Neuschwanstein aus dem Buch Allgäu vorgenommen. Geparkt haben wir am P2 in Hohenschwangau. Die Wanderung führte entlang der Pöllatschlucht bis hoch zur Marienbrücke. Von dort aus hatten wir einen genialen Blick auf das Schloss Neuschwanenstein. Das Wetter hat uns verholfen, dass wir das seltene Glück allein zu sein und es war einfach nur schön und beeindruckend.  Am Ende des Rückwegs gab es noch einen kurzen Abstecher zum Alpsee. Zuerst in trockene Klamotten gehüpft und dann ging die Weiterfahrt auf die Deustche Alpenstraße in Richtung Ammergau. Während der Fahrt haben wir noch ein Reh auf einer Lichtung entdeckt. Die Deutsche Alpenstraße lädt einfach ein mit offenen Augen die Strecke zu genießen und die schöne Landschaft in sich aufzusaugen.

💤 Übernachtungsplatz (what3words): ///freiwillig.sperre.maske

Tag 04 – Dienstag

Nach dem Frühstück sind wir zurück auf die Alpenstraße und haben einen ersten Stopp im Oberammergau gemacht, haben den Ortskern per Fuß erkundet und dabei die schönen Malereien an den Hausfassaden bestaunt. Von hier aus sind wir durch die Ammergauer Alpen zum Plansee gefahren. Am Ende des Plansees haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und die Ruhe und Natur auf uns wirken lassen. Bei der Hin- und Rückfahrt durchquert man den Naturpark Ammergauer Alpen. Auf dem weitern Weg wollten wir in der Schaukäserei Ettal einkehren, leider hatten sie ihre kleine Essenstube noch nicht offen. Somit haben wir uns spontan für das Klosterrestaurant Bräustüberl entschieden, welches um die Ecke liegt. An Garmisch-Partenkirchen vorbei sind wir zum Eibsee gefahren. Nach einer kurzen Erholungsphase auf dem Parkplatz vor Ort sind wir einmal um den See gewandert. Die Landschaft hat uns an unseren Urlaub im Osten von Kanada erinnert. Es war idyllisch und wir waren mit unserer Startzeit von 18:00 schön alleine unterwegs – ab und zu mal hat uns ein Jogger überholt oder wir haben andere Wanderer gesehen, wobei wir in Summe nicht mal auf 5 Personen kamen. Auf dem Rundweg gibt es viele Bänke, die einladen um einfach den Moment und die Aussicht zu genießen. Der Eibsee liegt unterhalb der Zugspitze und als wir gestartet sind war diese noch ganz von Wolken bedeck. Kurz vor Ende des Rundwegs ist die Wolkendecke aufgerissen und die Aussicht auf die Berge angestrahlt von der untergehenden Sonne war beeindruckend. Der letzte fehlende Zipfel der Zugspitze haben wir dann noch von unserem Standplatz für die Nacht gesehen.

💤 Übernachtungsplatz (what3words): ///abwechseln.puppen.umsatz

Tag 05 – Mittwoch

Der Morgen war beeindruckend, da der sonnige morgendliche Himmel fast wolkenfrei war. Somit gab es ein kleines Frühstück mit freiem Blick auf die Zugspitze. Bei der Morgenwäsche hat sogar ein Hase kurz vorbeigeschaut.
In Garmisch-Partenkirchen haben wir uns bei ReBike eBikes ausgeliehen und haben eine Tour zum Plansee empfohlen bekommen. Es war eine landschaftlich schöne Tour entlang der Loisach. Vor Ort haben wir uns unsere mitgebrachte Brotzeit schmecken lassen. Zur Abkühlung sind wir nackt im See baden gewesen – was bei 15 Grad Wassertemperatur auch eine gewisse Herausforderung war. Eine weitere Abkühlung gab es auf dem Rückweg durch einen warmen Regen. Nach unserem sportlichen Ausflug ging es die Deutsche Alpenstraße weiter zum Walchensee, über Bad Tölz bis zum Tegernsee. Abends haben wir uns einen kleinen Snack auf der Terrasse des Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee zu uns genommen und noch einen kleinen Verdauungsspaziergang am Ufer gemacht, bevor wir in Richtung Bus mit Blick auf den Tegernsee uns zurückbegeben haben.

💤 Übernachtungsplatz (what3words): ///steuern.essbar.auszüge

Tag 06 – Donnerstag

Aufstehen, die Sonne scheint und ein Spaziergang direkt am See, das ist doch einfach nur ein toller Start in den Tag. Nachdem die Lebensgeister geweckt waren, haben wir das Wetter überprüft und uns entscheiden umzudrehen, um diesen Teil der Strecke bei schönerem Wetter zu erleben. Auf der angetretenen Rückfahrt haben wir nebenbei den Tegernsee einmal umfahren. Wir haben uns entschlossen mal wieder auswärts zu frühstücken und haben einen schönen Stellplatz in Bad Tölz (///daheim.gescheit.vorhang) direkt an der Isar gefunden. Im Café Love hatten wir einen schönen Außenplatz und konnte bei einer genussvollen Stärkung den Blick auf die Isar und Bad Tölz genießen. Wir haben uns dann noch den schönen Ortskern angeschaut und an einem Marktstand leckere Früchte eingekauft. Dann gings weiter zurück nach Bolsterlang zum Lift der Hörnerbahn gefahren mit dem Ziel einer Downhillfahrt mit dem MountainCart. Für dieses Vorhaben waren wir leider zu spät dran, obwohl die Bahn noch gefahren ist war dieser Teil der Möglichkeiten nicht mehr umsetzbar. Somit haben wir unseren bekannten Stellplatz wieder eingenommen, durchgeatmet, relaxt, das Naturkino genossen und hatten mal wieder von einem Dauergast Gesellschaft – genau, der Regen – so viel zu Murphys Gesetz. Der Tag ging gemütlich zu Ende, Vesper im Bus, Regentropfen auf dem Dach, die Glocken der Kühe und irgendwann wurden dann Kühe… äh Schafe gezählt.

💤Übernachtungsplatz (what3words): ///abzugrenzen.trinkt.anpreisen

Tag 07 – Freitag

Der Morgen begann, wie der Abend aufhörte – Kuhglocken und Regen. Bei dem grauen und nassen Wetter haben wir gemütlich gefrühstückt. Später haben wir Oberstdorf erkundet und etwas geshoppt. Diesmal hat es vom Tagesablauf zeitlich geklappt unser Vorhaben MountainCart vom Vortag durchzuführen. Wir sind an den Kühen vorbeigeflitzt, durch die Kurven gedriftet, hatten dabei einen tollen Ausblick und hatten einfach eine Riesen Gaudi. Zum Schluss waren wir zwar drecking mit Kuhmist aber sehr zufrieden. Eine weitere Aktivität haben wir beim Erkunden von Oberstdorf gesehen – welche wir ein anderes Mal bestimmt nachholen werden, wenn wir in der Nähe unterwegs sind – den Oytal Roller. Eine Empfehlung hat uns zu einem super Abendessen in Oberstdorf gebracht, welches wir im „Das Jagdhaus“ hatten. Ein sehr uriger und schöner Gasthof mit leckerem Essen.

💤 Übernachtungsplatz (what3words): ///abzugrenzen.trinkt.anpreisen

Tag 08 – Samstag

An unserem letzten Tag sind wir früh aufgestanden und haben uns für die geplante Wanderung Vesper vorbereitet und die Rucksäcke gepackt. Wegen einer Modernisierung wurden wir mit einem Shuttle hoch zur Söllereckbahn gefahren. Ab hier waren wir Ewigkeiten für uns alleine mit der schönen Vegetation unterwegs. Der erste Teil war rein um Höhenmeter zu gewinnen und als wir auf dem Grat angekommen waren wir wort-wörtlich Grenzgänger, ein Fuß in Deutschland und einer in Österreich. Wir hatten mal wieder sehr wechselhaftes Wetter was die ganze Tour noch interessanter gestaltet hat – von dichtem Nebel, kurzen Regenschauern bis hin zu blauem Himmel und wärmenden Sonnenstrahlen mit einer genialen Aussicht. Auf der Wanderung haben wir sogar Murmeltiere entdeckt. Die schöne Tour ging bis zur Kanzelwand. Als wir mit der Gondel im Tal angekommen sind ging es mit dem Bus zurück zur Söllereckbahn und wir haben den Weg der Deutschen Alpenstraße zurück an den Bodensee angetreten um noch Zeit im Kreis der Familie zu verbringen.

Unser Fazit der Reise war schnell gefunden

„Schön kann jeder“

Hinterlasse einen Kommentar