Oman & Malediven 2019

Oman
Malediven

Wohin sollten unsere Flitterwochen im Oktober gehen war die Ausgangsfrage – die wir uns nicht gleich beantwortet konnten. Am Ende half uns ein tolles Geschenk, das ich erhalten habe – „Wann am besten wohin“. In dem Buch werden zu jedem Monat die besten Reiseziele weltweit vorgestellt und wir waren sofort begeistert vom Oman und was liegt näher als im Anschluss ganz klassisch die Flitterwochen auf den Malediven zu verbringen.

Oman

MuscatTrip ins Gebirge Jabal AkhdarGebirge Jabal AkhdarNizwaWüsteRückreise nach Muscat

Muscat

Ein Land, das uns mit dem Blick aus dem Flieger schon sehr angesprochen hat – Wüste, Berge & Meer.
An unserem ersten Tag im Oman und speziell in Muscat wurde dieser Start rasch mit lebendigen Erinnerungen gefüllt, die durch die Halbtagestour mit Farad entstanden. Er zeigte uns schöne, exotische und moderne Orte in Muscat. Es begann mit der Oper, die durch ihren hellen Marmor und den polierten Außenbereich schon ein Hingucker ist und drinnen ist Nostalgie mit aktueller Technik kombiniert. Danach ging es zum Palast des Sultans, der nur von außen betrachtet werden konnte und nett anzusehen war, aber in Summe nicht besonders interessant war. Das Heimatmuseum, das uns einige interessante Blicke in die Entwicklung der Kultur ermöglicht hat, wie Essenszubereitung, Waffen, Mode und wie die Luftzirkulation in der langen Kleidung funktioniert. Zum Abschluss der Tour haben wir uns auf unserem ersten Marktbesuch mit Datteln und Pistazien eingedeckt haben – es ist doch gleich etwas anderes, wenn man sich die Köstlichkeiten im Ursprungsland genießt. Mit solch einer Vielfalt konnte unsere Reise nicht besser für uns starten.

Trip ins Gebirge Jabal Akhdar

Am nächsten Morgen sind wir in Richtung Berge gestartet. Bevor wir Muscat hinter uns gelassen haben – haben wir noch bei der Moschee gestoppt. Sie ist eine der wenigen Moscheen, die auf der arabischen Halbinsel besichtigt werden darf. Das Gelände ist beeindruckend weitläufig. Die Gebäude waren sehr schön von ihrer gesamten Architektur.
Es gab für uns mehrere Möglichkeiten in Richtung Berge (unser Ziel war das Said Plateau) zu kommen, den breiten Highway oder den landschaftlich idyllischen mit der Durchquerung von kleinen Dörfern oder quer durch die Berge mit unbefestigten Straßen – wir haben uns für das Abenteuer durch das Wadi Bani Awf entschieden. Wir waren die meiste Zeit für uns alleine unterwegs, also die Natur und wir – auf engen Bergpässen gab es herzklopfenden Fahrmanöver, wenn aus dem Nichts ein LKW uns entgegenkam. Mit jedem Höhenmeter ist die Aussicht atemberaubender geworden und selten sind wir an vereinzelten Bergdörfern vorbeigekommen. Im gefühlten Nirgendwo haben wir einen Stopp für eine kurze Entdeckungstour eingelegt und sind durch eine Schlucht mit Wasser gewandert – was eine tolle Abwechselung mit Erfrischungseffekt. Eine weitere kuriose Entdeckung auf unserem Weg war ein gepflegter Kunstrasenplatz mit Flutlicht im Nirgendwo. Auf den letzten Kilometern der nicht asphaltieren Bergstraße ist uns das Getriebe kaputt gegangen und ich konnte den Modus 4Matic-Low nicht mehr verlassen – welcher ja rein für geringe Geschwindigkeiten vorgesehen ist. In der Weiterfahrt hat Anne etwas länger mit der Mietwagen-Firma telefoniert, da die unser Problem leider nicht gleich verstanden haben – final hat sie es geschafft den Ortsrand von Nizwa als Tauschort zu definieren. Der Nachteil war nur, dass sie den Ersatzwagen aus Muscat erst zu uns transportieren mussten. Die immer gelesene Gastfreundschaft aus dem Reiseführer haben wir dieser Situation persönlich erleben dürfen. Angekommen am Tauschort, wollte Anne kurz in einem Supermarkt nach einem Café fragen um dort zur Ruhe zu kommen. Das eine führte zum anderen – wir saßen auf einmal beim Geschäftsführer des Supermarkts im Büro, bekamen Tee und Knabberzeug angeboten. Der Knaller folgte noch und er hat uns in seine naheliegende Wohnung eingeladen, die zu dieser Zeit leer Stand, um uns auszuruhen und neue Energie zu tanken. Nach fast drei Stunden hatten wir endlich unser neues Auto und die Reise in Richtung unserer Unterkunft konnte endlich weitergehen.

Gebirge Jabal Akhdar

Den Tag danach haben wird in der Bergen verbracht und haben es ruhig angehen lassen, da der Tag zuvor sehr anstrengend war. Die Berglandschaft versprüht ein Grand Canyon Gefühl durch eine vergleichbare Struktur. Wir haben uns Granatäpfel-Anlagen in Dörfern angeschaut und alte verlassene Ruinen von Bergdörfern besichtigt. Der Ausflug wurde uns durch sehr leckere Granatäpfel versüßt, die wir von Straßenverkäufern gekauft haben. Ein finaler Höhepunkt an diesem Tag war der wunderbare Sonnenuntergang, welchen wir vom Aussichtspunkt Diana´s View erlebt haben. An dieser Stelle ist ein schickes Hotel gebaut und wir konnten mit einem Cocktail dem Sonnenuntergang zusehen.

Nizwa

Einer unserer frühsten Tage in unserem Urlaub hat mit dem Ziel des Marktbesuchs in Nizwa begonnen. Der frühe Vogel fängt den Wurm – und in diesem speziellen Fall den Tiermarkt. Das hieß für uns um sechs Uhr auf dem Said Plateau loszufahren um rechtzeitig in Nizwa zu sein. Während der Fahrt konnten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern. Auf dem Tiermarkt wird mit lebendigen Tieren gehandelt. Speziell wurden bei unserem Besuch Ziegen angeboten, welche in einem Kreis den möglichen Käufern präsentiert wurden. Wenn ein Käufer interessiert war, hat er nur gerufen und die Ware wurde gleich zu ihm geführt und präsentiert, d.h. Darstellung des Seitenprofils, das Maul wurde aufgezogen um das Gebiss zu zeigen und auf viele weitere Details wurden geprüft. Durch das viele Feilschen und bunte Treiben der vielen Leuten von jung bis alt kam ein wahres Basargefühl auf. Es war einfach nur spannend den ganzen Ablauf zu beobachten und reinschnuppern zu dürfen. Auf dem Marktgelände gab es auch noch weitere Bereiche mit Produkten vom Handwerk, Früchte, Fleisch, Fisch und natürlich viele Gewürze. Am meisten hat uns aber der Tiermarkt wegen des wilden Treibens beeindruckt. Bei unserem späteren Spaziergang durch Nizwa haben wir noch das Fort besichtigt, das ehemals für den Schutz von Nizwa gesorgt hat. Die Besichtigung hat uns zu einem leckeren Snack verholfen, der frisch von einheimischen Frauen im Innenhof zubereitet wurde. Auf dem höchsten Aussichtsturm des Forts hatten wir einen tollen Blick über ganz Nizwa und konnten die Palmen in der Stadt und die Wüste und Berge drumherum bestaunen. Auf der weiteren Erkundung der Stadt haben wir uns bei einem Stopp einen sehr leckeren „Lemon Mint“ in einem kleinen Coffee Shop, im Al Qala Coffee Shop, unter einem Baum schmecken lassen. Unser Abendquartier Antique Inn war den Unterkünften vor ca. 300 Jahren nachempfunden – welches somit auch gleich ein erlebbares Museum für uns und alle anderen Bewohner war. Wir wurden bei unserer Ankunft herzlichst begrüßt und in dem offiziellen Gesellschaftsraum auf einem großen Teppich in sitzend über die Hintergründe des Hotels und die Gepflogenheiten informiert. Als süßen Empfangssnack gab es Datteln, die wir in Erdnusscreme und Kokosraspeln nacheinander getunkt haben – es war einfach nur lecker. Ruhige Minuten konnten wir auf der Dachterrasse des Hotels verbringen. Wir saßen authentisch auf einem Teppich und mit vielen Kissen umringt. In dieser gemütlichen Atmosphäre und der näherkommenden Dämmerung hatten wir das Gefühl von 1001 Nacht. Für das Abendessen haben wir uns ein traditionelles Restaurant gesucht und ja, auch hier saßen wir wieder am Boden – was aber mit der Zeit dennoch eine Challenge geworden ist, weil wir es einfach nicht gewohnt sind und keine so richtig bequeme Position gefunden haben. Wir haben uns die lokale Küche schmecken lassen, doch leider war die Fleischwahl nicht die Beste – Kamel ist geschmacklich nicht unser Ding.

Wüste

Mit dem nächsten Tag hat unsere Tour in Richtung Wüste gebracht und haben vereinzelte Stopps bei Ruinen und Palmen Hainen eingelegt. Als Europäer war die Fahrt in die Wüstenausläufer gewöhnungsbedürftig und abenteuerlich zuggleich. Wir sind zum Teil fast alleine auf 6-spurigen Autobahnen unterwegs gewesen und der Anblick, wie die Sandmenge pro gefahrenen Kilometer in Richtung unseres Nachtlagers Dessert NightsCamp vor uns gewachsen ist, war sehr beeindruckend. Auf dem Weg haben wir auch schon vereinzelte Kamele in der kargen Steppe entdeckt. Am Nachtlager angekommen konnten wir es uns nicht nehmen lassen und haben sofort einen kleinen Spaziergang auf eigene Faust in die Dünen unternommen und den haben feinen Sand zwischen den Zehen gespürt. Die letzten Sonnenstrahlen haben wir mit einem Kamelausritt eingefangen und sind dabei sogar in einen Sandsturm geraten, der das Erlebnis noch intensiver gestaltet hat. Im Morgentau und bei bestem Wetter – sonnig und nicht zu heiß – waren wir mit einem Guide auf Quad-Tour und haben uns damit ermöglicht die weitläufige Dünenlandschaft zu erleben und genießen.

Rückreise nach Muscat

Vor der Mittagszeit haben wir mit unserer Rückfahrt zum Flughafen begonnen, aber natürlich nicht auf dem direkten Wege. Wir haben einige Stopps an unterschiedlichen und vielfältigen Wadi´s, wie dem Wadi Bani Khalid, eingelegt. Diese Stopps waren wie der Besuch einer Oase, um dort zu verweilen und eine perfekte Abkühlung durch unsere Badeeinheit in angemessener Kleidung zu erleben. Unsere Fahrt ging weiter an der wunderschönen Küste und dabei konnten wir Holzschiffe bestaunen, welche uns an Sindbad erinnert haben.

Malediven

Water Pool VillaRestaurant OceanCompass Pool Barkurz & knapp

Auf den Malediven hatten wir uns ein Ziel – maximale Erholung, Ruhe und Genießen. Dieser Wunsch wurde uns auf Milaidhoo im Baa Atoll mehr als erfüllt.
Nach dem Flug über Dubai sind wir auf Male angekommen und wurden direkt nach der Einreise von einem Hotel-Repräsentanten in Empfang genommen und von da an auf Händen getragen und verwöhnt. Unser Gepäck wurde uns abgenommen, wir bekamen Wasser und wurden zum Wasserflughafen gefahren. Dort ging es direkt weiter mit einem 30-minütigen Flug im Wasserflugzeug. Auf Milaidhoo wurden wir sofort von einer kleinen Abordnung des Hotels begrüßt, wir bekamen ein Willkommens-Champagner und der Manager erklärte uns gleich vieles. Milaidhoo besteht aus 52 Villen, die Hälfte am Strand, die andere auf Stelzen im Meer, außerdem gibt es keine Rezeption, jeder Gast erhält ein Handy und zusätzlich einen Butler für die Zeit, der bei allen Fragen und Wünschen unterstützt. Hussy stand ab diesem Zeitpunkt uns mit Rat und Tat zur Seite.
Wir waren sofort begeistert von der kleinen, wunderschönen Insel, während wir zu unserer Wasservilla gebracht wurden. Unser Wunsch wurde erfüllt und wir bekamen eine Villa mit Sonnenuntergangsblick.

Water Pool Villa

Die Villa mit wunderschönem Ausblick, eigenen Pool und dem direkten Einstieg ins Meer war für uns die richtige Wahl. Jeden Abend konnten wir den Sonnenuntergang von unserer Terrasse aus genießen. Das Tagesbett oder die Schaukel auf der Terrasse sind der perfekte Ort um sich einfach zu erholen, den Moment zu genießen und auch mal ein Buch zu lesen. Wir verbrachten den meisten Teil des Tages in unserer Villa, saßen draußen, waren im Pool baden, machten ein Schläfchen und hatten dort das Glück einen großen Delfinschwarm von 50 bis 100 Tieren beobachten zu dürfen. Mit der Treppe ins Meer konnten wir von der Villa direkt eine Runde im Meer schwimmen oder von dort aus auch am Hausriff schnorcheln. Dabei konnten wir bunte Fischeschwärme, Rochen, Schildkröten und kleine Haie beobachten. Jeder Tag war wunderschön und das ganz unabhängig vom Wetter, Schuhe haben wir direkt verbannt und nur wenn der Boden morgens zu heiß war, haben wir auf Flipflops zurückgegriffen. Morgens sind wir mit einer Yoga-Stunde mit wunderschönem Blick aufs Meer in den Tag gestartet – das ging auch als absoluter Anfänger.

Restaurant Ocean

Das Ocean ist das Hauptrestaurant auf der Insel. In diesem Restaurant haben wir jeden Morgen das beste Frühstück unseres Lebens genossen. Mit Blick aufs Meer im Schatten sitzend haben wir zwei Stunden geschlemmt. Hier kommt jeder auf seinen Genuss. Frische Säfte, Wakeup Shots, Tee und Champagner haben wir sofort an Platz bekommen. A la Carte konnten wir verschiedenste Eierspeisen und Pancakes bestellen und auch Wünsche, die nicht auf der Karte stehen, werden sehr gern erfüllt. Überhaupt ist das Personal dort ein absoluter Gewinn. Die Kellner sind wahnsinnig nett und zuvorkommend. Am zweiten Tag kannten uns schon alle mit Namen, wir bekamen tolle Essenstipps und haben uns auch über das Leben auf den Malediven unterhalten. Dazu muss man wissen, dass anders als in anderen Hotels der Großteil von den Malediven kommt. Zurück zum Frühstück. Außer a la Carte gibt es noch ein riesiges Buffet mit frischen Backwaren von süß bis herzhaft, Käse und Wurst, Aufstriche, Currys, Sushi und Sashimi. Unser absolutes Highlight war die riesige frische Obstauswahl, die dir dort liebevoll auf dem Teller angerichtet wird.
Bis auf einen Abend haben wir immer im Ocean zu Abend gegessen. Zu Beginn haben wir leckere Gerichte von der Karte bestellt und waren damit sehr zufrieden. Jeden Abend und beim Frühstück wurde uns von den Kellnern und auch dem Chefkoch angeboten das Abendessen nach unseren persönlichen Wünschen zu bestellen. Als wir endlich dem Angebot gefolgt sind, wurde uns vom Chefkoch singalesische Currys zubereitet – für ihn ein Heimspiel war, da er aus Sri Lanka kommt. Also bekamen wir am Abend verschiedenste Currys mit Reis und Nudeln und waren absolut begeistert. Auch die darauffolgenden Abende haben wir uns dann immer bereits am Frühstück unsere Vorstellungen und Wünsche mit dem Chefkoch besprochen.

Compass Pool Bar

Diese Bar haben wir ab der Hälfte der Zeit für uns entdeckt. Wunderschöne Live-Musik und beim ersten Besuch haben wir sogar unsere Tanzgrundlagen zum Besten geben. Die Musiker von den Philippinen waren anschließend immer erfreut uns zu sehen. Für uns war es der perfekte Start oder auch Ende des Abends mit einem Mojito mit Frucht nach eigener Wahl. Wir waren uns einig die Wahl der Passionsfrucht war unser Highlight.

kurz & knapp

Wir habe uns einfach so wohl gefühlt. Wir wurden perfekt umsorgt, ohne dass es aufdringlich war. Immer wieder gab es kleine Überraschungen und ab dem zweiten Tag kannten uns auch schon die Angestellten mit Namen. Vor allem Hussy hat uns immer geholfen, sei es mit Eis für den Champagner den wir zu Beginn geschenkt bekommen haben, der Reservierung unseres Abends im Restaurant Ba’theli, Buchung unserer Massage oder einem eingelassenen Bad in unserer Villa danach. Die Zeit dort ist für uns unvergesslich und eins ist klar – wir kommen wieder!

Gegensätze ziehen sich an!

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